Gottes Liebe

Langsam und konzentriert lesen:
Gottes „Liebe ist langmütig und freundlich," Gottes „Liebe eifert nicht," Gottes „Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, 5 sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, 6 sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; 7 sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.   8 Die Liebe hört niemals auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird." Zitat aus: www.die-bibel.de 1Ko 13,4-8; 
Spätestens bei „Gottes liebe glaubt alles" kommen wir ins Stolpern. Glaubt uns Gott alles? Kann mir Gott wirklich so vertrauen (das bedeutet Glauben)? Ich weiss doch wie wankelmütig ich sein kann. Kenne ich doch meine Stärken und Schwächen nur zu gut. Und Gott? Weiss nicht gerade er meine Gedanken schon bevor ich sie auch nur erahne? Gott hofft alles in Bezug auf mich. Das ist gut so. Würde er nicht die Hoffnung haben, dass ich begreife was er von mir erwartet, wäre ich doch ebenso verloren wie wenn er nicht an mich glauben würde. Wenn er mir nicht den Vorlauf gibt, die Bibel schreibt vom Fels auf dem ich gehen kann, wie könnte ich bestehen? Er glaubt daran, dass sein Wort in mir mich verändert. Gott glaubt daran, dass sein Wort in mir Raum und Zeit schafft, dass ich an andere Menschen denken kann und nicht nur auf meinen Vorteil bedacht bin. Und, ja da kommt noch ein Hammer, Gott duldet alles. Was jetzt? Ich kann tun was ich will und Gott hält das aus? Ja. Das macht meine Tat allerdings weder ungeschehen noch besser. Nicht das edle Ziel beschönigt all mein Vorgehen um es zu erreichen.
Da wo alles aufhört, bleibt die Liebe Gottes. Gottes Liebe hat alle Zeit mich zu umwerben. Sie bleibt freundlich auch gegen jede Ablehnung meinerseits. Gottes Liebe setzt mich nicht unter Druck und lässt mich nicht ins Leere laufen. Sie ist nicht eingebildet und stolz, von oben herab. Sie weiss um meine Schwachheit Gott gegenüber und doch überfährt sie mich nicht und zwingt mich zu irgendetwas. Gottes Liebe will nicht um jeden Preis dass ich ihn auch liebe. Er hat schon den höchsten bezahlbaren Preis bezahlt. Jetzt liegt es nur an mir. Auch wenn ich das alles nicht verstehe und Gott und alles was dazugehört nicht in meinem Leben haben will, wendet er sich nicht verbittert ab. Gottes Liebe bleibt. Sie bleibt auch dann wenn ich aggressiv gegen ihn und seine Gefolgschaft vorgehe. Sie freut sich nicht darüber, dass ich ungerecht behandelt wurde und sorgt auch dann für mein Recht wenn ich das gar nicht wahrnehme. Doch wenn ich erkenne, dass Gott der Vater Jesu Christi ist, dann freut er sich und jubelt. Weil dann habe ich den einen Grundstein begriffen der diese unerschütterliche Liebe Gottes zu mir ausmacht.
Gottes Liebe hält das aus, dass ich noch viele Fragen habe und zu so manchen Wahrheiten noch sage „kann ich nicht glauben". Gott vertraut darauf, dass sein Wort in mir die Wirkung entfaltet für das er es in diese meine Welt gesandt hat. Alles andere hört auf. Also auch dass ich stückweise erkenne wer ich wirklich bin. Gottes Liebe bleibt.

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