Dranbleiben ...

Wer mich unter Druck setzt bekommt meinen Druck zu spüren.

Bei Gott ist das etwas anderes … nein. Es äussert sich nur anders. Wenn ich etwas möchte und dies nicht erhalte, dann weine ich und bin traurig. Wenn ich dann in Versuchung gerate, ist mein Verlustschmerz sehr gut getarnt oder wie unsichtbar.

Und doch gibt es immer einen Zusammenhang mit meiner Traurigkeit und dem was ich nicht erhalte. Da kann ich beten wie ich will, die Erfüllung bleibt aus. Erkenne ich den Zusammenhang, wächst Kraft, Ruhe und Leidenschaft für Gott in mir auf. Trotzdem erhalte ich nicht um was ich bete.

So war in der Vergangenheit Gott mein Halt und so ist er es gegenwärtig. Diese Erkenntnis ändert nichts am Schmerz. Kein Prozent der Spannung lässt nach. Und ich erhalte noch immer nicht was ich mir wünsche …

In der Weite des Alltags, mit all den vielen Begegnungen und Verlockungen, hab ich die Wahl – die absolut freie Wahl. Nehm ich mir was ich mir so sehr wünsche? Ich bin frei und kann wählen.

So wie ich mich im Alltag verhalte, mit den Menschen um mich herum und wie ich mit mir selbst umgehe, so gestalte ich auch die Beziehung zu Gott. Und es ist eine Illusion der ich verfalle, wenn ich mich blende und meine mit Gott wäre die Beziehung so ganz anders.

Sie ist nur anders weil ich Ihn nicht sehe, auch wenn Er ganz da ist. Ansonsten gestalte ich meine Beziehung zu Ihm nach denselben Gesetzmässigkeiten wie ich sie mit allen Menschen lebe. So wie ich eben Beziehung gestalte.

Röm 12; und 1.Kor 13; mit Mk 12,28; Daran kaue ich schon lange, und werde es wohl noch lange tun.

 

Kommentare

Beliebte Posts