Der Nebel in mir ist kein Leben in mir

Vater, ich bitte um Vergebung wo ich über das Ziel hinausging.

Wo ich verlangte anstatt zu geben
Wo ich nahm und nicht warten wollte
Wo ich Fakten zu meinen Gunsten sortierte
Wo ich drohte und nicht Hilfe anbot

Da wo ich von Vergebung sprach und trotzdem alle Schulden hochhielt
Da wo ich mich dem Gerede anschloss und nicht Einhalt gebot
Da wo ich sarkastisch über Begebenheiten lachte und nicht Lösungen präsentierte
Da wo ich nur noch in den Abgrund sah und keine Brücke suchte

Ich bitte Dich darum, dass Du mir Augen schenkst damit ich sehe welchen Anteil ich verursache
Ich bitte Dich darum, dass Du mir Ohren schenkst mit denen ich mein gegenüber und mich reden höre
Ich bitte Dich darum, dass Du meinen Verstand ausrichtest um Deine Gerechtigkeit anzustreben
Ich bitte Dich darum, dass Du mir einen Mund schenkst mit dem ich Worte des Friedens ausspreche ohne beschönigend zu sein

Jede Situation fordert eine Antwort von mir. Viele sind unbewusst, einige nehmen ich bewusst war.
Verantwortung übernehmen heisst: Ich gebe Antwort auf die Heraus-Forderung welche die Situation an mich stellt.
 

Die Aufforderung den Frieden zu suchen stellt mich an den, von Gott, mir zugewiesenen Platz der Situation.
Frieden suchen und dabei nicht über das Ziel hinausgehen heisst: Frieden nicht erzwingen. Geben was in meiner Ver-Antwort-ung liegt und von der Gegenseite eine Antwort erwarten.
Die ist dann vielleicht nicht Frieden, dann ist es gut zu gehen.

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Mag sein, dass ich eine gute Arbeit abliefere
mag sein, dass mir einiges gelingt worauf ich stolz sein kann

Die Freude darüber, dass mir so manches gelingt verblendet mich und ich sehe meine eigene Unzulänglichkeit nicht mehr.

Ich bin blind, ich bin nackt und habe nichts.

Darum verlange ich,
dass andere für mich sehen was sie falsch machen in meinen Augen
dass andere mich bekleiden und nach meiner Meinung Erfolge feiern
dass andere mir geben was ich will damit ich genug habe.

Ich bin erbärmlich.
Ich bin gnadenlos.
Ich bin unbarmherzig.

Das – ist die Wahrheit über mich.

Gott vergibt mir so viel, er hat mich angenommen als sein Kind.
Und ich bin unfähig geworden meinen Mitmenschen zu vergeben.
In mir bin ich ein Konsument der Liebe und Barmherzigkeit Gottes geworden.
Ich verschlinge Seine Gnade und lasse nichts für andere übrig.

Das Wort Gottes wurde mir zu Dornen, zu einem zweischneidigen Schwert mit dem ich mich selber zerstückle.

Unser Vater im Himmel
Geheiligt werde dein Name
Dein Reich komme
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden
Unser tägliches Brot gib uns heute
Und vergib uns unsere Schuld
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern
Und führe uns nicht in Versuchung
sondern erlöse uns von dem Bösen
Denn dein ist das Reich und die Kraft
Und die Herrlichkeit in Ewigkeit
Amen

Damit kaufe ich mir nichts ein. Damit erkenne ich an, dass meine Haltung meinen Mitmenschen gegenüber weit von dem entfernt ist wie sie sein sollte und könnte.

Wie im Himmel so auf Erden … wie Gott mir vergibt soll ich meinen Mitmenschen vergeben.

Das ist die Normalität im Reiche Gottes. Es ist nicht die Währung, dass Gott mir vergibt wenn ich andern Menschen vergebe.

Die Gerechtigkeit im Reiche Gottes ist die, dass ich vergebe wie mir vergeben wird. Nicht ohne nachzudenken, aber keinesfalls um mich und andere zu zersetzen.

 

Vater vergib mir, denn ich weiss nicht was ich tue.
Du sagst mir was ich tun kann: Vergib allen Menschen.

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