Der Gerechte

Der Gerechte ist gestorben und auferstanden für mich.

Meine erste Frage: glaube ich das? einfach so? Ohne Wenn und Aber?

Für mich? Kann ich den kennenlernen? Was bedeutet überhaupt für mich?

Wo finde ich den Gerechten der für mich gestorben und auferstanden ist?

Was heisst gestorben? Dann ist er tot. Wenn einer tot ist, ist alles aus.

Nun ist er auferstanden von den Toten. Wie soll das gehen? Gesetzten Fall Er lebt, wo kann ich ihm begegnen?

Halte ich das aus, auf diese und ähnliche Fragen keine Antwort zu haben?

Es ist normal, eine so mächtige Aussage wie – Jesus ist gestorben und auferstanden – zu hinterfragen.

 

Der Gerechte ist gestorben und auferstanden für mich.

Wer ist den gerecht? Wie wird das gemessen was als gerecht gilt? Wer hat ein so gewaltiges Massband um das ganze Leben eines Menschen zu vermessen? Und zwar ganz genau zu vermessen.

Wenn wir unter den Menschen fragen, dann finden wir keinen der das könnte. Falls es doch einen gäbe, er oder sie stünde nie ohne Zweifel da. Immer würde die Frage nach der Herkunft gestellt werden müssen. Wer gibt diesem Menschen die Legitimation einen anderen gerecht zu sprechen.

Ich muss jemanden finden, der aus sich selbst heraus gerecht sprechen kann. Jemand der von nichts und niemandem abhängig ist. Der nicht korrumpierbar ist.

 

Nun stehen wir vor dem grossen und unübersteigbaren Berg der da Vertrauen heisst.

Damit dieser Satz mich trifft und seine Wirkung entfaltet ist Vertrauen vorausgesetzt.

Der Gerechte ist gestorben und auferstanden für mich.

Wenn ich das so höre und mich betroffen fühle habe ich mehrere Möglichkeiten darauf zu reagieren.

Ich tue so als ob alles in Ordnung wäre und gehe meines Weges.

Oder ich lehne den Inhalt dieses Satzes ab, kein Interesse.

Sicher gibt’s auch interessierte nicht engagierte: Ja das ist es, ich versuche zu vertrauen, doch gelingt es mir nicht.

Dann auch der: Was gibt es neues zu diesem Satz zu sagen das ich lernen, mitnehmen und mich damit ernähren kann?

 

Wir haben in der Schule gelernt alles zu hinterfragen und genau zu analysieren. Von allen Seiten betrachten wir einen Gegenstand oder einen Gedanken und experimentieren damit. Immer im Rahmen unserer Möglichkeiten.

So behandeln wir dann auch diesen Satz als einen Gegenstand, den wir nach unserem Gutdünken auseinandernehmen können.

Und wir suchen nach allerlei Definitionen von Gerechtigkeit.

Das Thema Tod und Auferstehung handeln wir ab als würden wir Geschirr spülen.

Der Gedanke – gestorben und auferstanden „für mich“ – kommt schon gar nicht mehr hoch da zu viel Ablenkung vorhanden ist.

Genug! rufen wir innerlich und wenden uns dem Hobby, dem Sport, der Arbeit oder was auch immer zu.

 

Heute, wenn ihr diese Worte hört – Der Gerechte ist gestorben und auferstanden für mich – Heute, verstockt euer Herz nicht. Lasst nicht zu, dass alles andere interessanter und wichtiger ist als der Inhalt dieses Satzes.

Ich möchte Sie einladen den Satz in Gedanken mitzunehmen und immer wieder nur an diesen Satz zu denken. Alle Fragen die auftauchen werden, vorbeiziehen lassen. Und nur diesen einen Satz aushalten.

 

Der Gerechte ist gestorben und auferstanden für mich.

 

 

 

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