Denken

Glaube – Erfahrung

Der Glaube oder besser gesagt, das, was wir gemeinhin als Glauben verstehen und erkennen ist von der Wurzel her eine Erfahrung.

Petrus beginnt zu sinken sobald er auf die Unmöglichkeit, auf Wasser zu gehen, sieht. Er vertraut nicht der Macht, die ihn anzieht, auf die er seinen Blick richten sollte.

Die Frau, die an unsäglichem Leiden litt – zwölf Jahre lang – sagte Jesus: Dein Glaube hat dich gerettet à Mk 5,29; im Moment der Berührung, erfährt sie an sich, dass das Leiden beendet ist. Mk 5,34; «Dein Glaube hat dich gerettet.»

So gibt es viele Erfahrungsberichte im NT es sind Überlieferungsgeschichten, die erklären, so kann Glaube funktionieren. Jedoch kann ich nicht nur hingehen und sagen das will ich auch.

Sp 4,23; Was ist meine Herzensmitte?

Was ist, ganz allgemein, mein Sinusknoten, der den entscheidenden Impuls gibt zu leben und mein Leben so ordnen zu wollen, wie ich es gerade tue?

Was geschieht, wenn ich Jesus als meinen Sinusknoten ansehe?

Was bedeutet es, wenn ich sage, dass Jesus in der Mitte meines Herzens, also in der Mitte meines Lebens ist (sein soll)? à Jesus bestimmt mein Leben. Was ereignet sich dann Tag für Tag? Ich erlebe etwas das mich trägt, das ich nicht beschreiben kann. Ich bin von etwas nicht beweisbarem überzeugt. Ich erlebe, dass im grössten Sturm eine Mitte da ist, die ständig weiter Impulse sendet. Ich kann nicht erklären, woher oder warum dieser Impuls da ist und Schritt für Schritt mein Denken und Handeln verwandelt. Und in der grössten Verzweiflung blieb dieser Impuls, der mir Geborgenheit und Sicherheit vermittelt. Nicht eine Sicherheit, dass mir nichts passieren könnte. Ich werde alt, ich werde sterben. Mein Sinusknoten, mein Glaube, der einer Liebe entspringt die ich nicht fassen, nur erleben kann, wird das alles überleben. Und diese Liebe bringt mich in eine andere unbeschreibliche Dimension (Jo 14,2.3;).

Zu dem allem kann ich gar nichts beitragen. Nur auf den Schauen der dies alles schon durchlebt hat, indem er immer auf das schaute, was der Vater tat (Jo 5,19;) und nicht auf sein Ego.

Ich kann nicht beweisen, dass Jesus lebt. Ich vertraue denen, die dabei waren und bezeugten.

Im Gespräch über Schwierigkeiten in meinem Leben brachte mich mein Gesprächspartner dazu, dass ich erkannte «da ist etwas das immer wieder sagt: Du wirst den nächsten Schritt schaffen.»

Im Sturm sah ich das nicht mehr. Als ich mir eingestand, dass ich die nächste Wegstrecke nicht alleine schaffe, suchte ich professionelle Hilfe.

Im Denken ist jeder immer für sich selbst allein

 

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Achte gut auf diesen Tag

Achte gut auf diesen Tag, denn er ist das Leben – das Leben allen Lebens.

In seinem kurzen Ablauf liegt alle Wirklichkeit und Wahrheit des Daseins,
die Wonne des Wachsens, die Herrlichkeit der Kraft.

Denn das Gestern ist nichts als ein Traum und das Morgen nur eine Vision.

Das Heute jedoch – recht gelebt – macht jedes Gestern zu einem Traum
voller Glück und das Morgen zu einer Vision voller Hoffnung.

Darum achte gut auf diesen Tag.

Unbekannt

 

 

 

 

Im Jahrkreis der Kirche

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