Kommunikationsschrittmacher

Herr, unser Gott,
vergib uns unsere Schuld
wir ermorden Menschen jeden Tag –

Wenn nicht mit Händen …
dann mit Worten, die
ausschliessen und wegsperren – 

Wir verziehen uns in uns selber
in den zweiten Stock und
verstecken uns hinter dem Vorhang
dass niemand uns sieht 

Wir sind nicht zu sprechen
uns sind die suchenden egal
wir haben keine Zeit
so viel gibt es zu tun
für mich selbst … 

Die normale Begegnung
wenn sie denn stattfindet
ist uns suspekt
Was will der?
Was denken die anderen?
Was soll ich tun –
wenn ich überfordert bin?

Lass mich los … 

Wir wissen kaum mehr
was unser nächste Mitmensch nötig hat
weil uns unsere eigene Einsamkeit erdrückt … 

Willst du einen Besuch? Dann mach einen Besuch. usw.
Was so simpel daherkommt
macht sich gut auf einer bunten Karte
als Mitbringsel zur Aufmunterung
für verzweifelte … – 

Bemerken wir, wie wir uns selbst vergiften?
Institutionelles sich kümmern um
erfüllte nie
den einsamen und verzweifelten
es ermüdet nur beide. 

Das persönliche Gegenüber sein –
ohne digitalen Kommunikationsschrittmacher –
bereichert im Vollsinn des Wortes – beide –
den Gebenden wie den Empfangenden 

Aus unserem stillen Kämmerlein ausgehen
und eingehen in die Begegnung mit dem Christus
im Mitmenschen.

Im Jahrkreis der Kirche

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